By Joe, on September 16, 2009, 10:41 am

Achtung – Wahlwerbung

Heute morgen, an der Ampel, als mir der 911er wieder abgesoffen ist, weil ich beim anfahren am Radio rumgespielt habe, entdecke ich eine neue Partei. In einem JoeVito Blog über Politik reden ist langweilig, aber die Typen von der “BüSo” müssen hier einfach einen Eintrag bekommen. Endlich mal ein Thema welches mich anspricht. Kindergrippen, Bildung, Steuern, Finanzpolitik, pah! “Europas Zukunft liegt in Afrika!” Genau. Deswegen fahren und Joe und Vito ja auch da hin.

Büso für Afrika.JPG

Viel besser ist aber der erste Bullet Point “Autoindustrie umrüsten für Entwicklung Afrikas”. Mit anderen Worten, wenn Audi und Merceds auch mal einen tata nano bauen würden, dann müßten sie auch nicht ständig Kurzarbeit anmelden. Letztlich geht es immer um Angebot und Nachfrage. Auch in unserem Fall.

Wir fragen bei tata nach einem nano und bekommen kein. Wenn jetzt Audi und Mercedes einen hätten, dann würden wir bestimmt einen bekommen. Haben die aber nicht und so bekommen wir auch keinen. Deswegen sollten wir alle BüSo wählen, auch wenn die Spitzenkandidatin jetzt rein optisch auf der klassischen zehner Skala im unteren Drittel positioniert ist. Ja ja, ich weiß, Optik ist die halbe Rallye, aber ohne Karre keine Rallye.

Joe. Parteiisch.

p.s. NEIN Vito, Du bekommst kein Eis von Langnese. Du saust wieder das ganze Auto voll und ich muss Dir hinterher das Bäuchlein streicheln weil es zwickt!

By Joe, on September 8, 2009, 5:04 pm

Inder al dente

Das der Inder an sich ja etwas länger braucht, um seine Mails zu beantworten, hatte ich ja schon geschrieben. Seit 3 Wochen kommt nix mehr von unseren Bollywoodfreunden. Da lese ich heute direkt zwei Meldungen. Die erste in der ADAC Leserwelt. Also nicht, dass ich die ADAC Leserwelt lese, im Prinzip führe ich nur Statistik der Treppaliftanzeigen und wenn meine Frau nicht guckt, schau ich mir auch die Anzeigen für die “High Heels” an. Da ist immer eine drin. Ich frage mich, wie man die Zielgruppen zusammenbekommt? “Schatz, stöckel schon mal hoch, ich nehme den Lift?”

Treppenlift

Treppenlift

Der ADAC berichtet auf jeden Fall von einem Crashtest bei dem der nano durchgefallen ist. Nicht das mir das jetzt klar war, aber das wir mit dem Auto mitten in der Wüste einen DIN genormten Crash verursachen ist dann doch ehr unwahrscheinlich. Beunruhigender Finde ich jedoch die andere Meldung, dass die Inder jetzt mit den Italienern (FIAT) ein “Joint Venture” machen wollen.

Joint Venture macht man, wenn beide die Hosen voll oder nur eine Teilahnung haben. Vito und ich sind auch ein Joint Venture. Wenn ich Witze mache sagt Vito immer: “Halbgut, wie immer!”. Vito füllt dann den Rest auf und zusammen sind wir dann immer total lustig. Ich finde eigentlich wird sind 60:40 zu meinen Gunsten. Details.

Was die Inder jetzt von den Italiener lernen ist mir jedoch nicht ganz klar. Wer mal n Panda gefahren hat, der weiß was ich meine.

Ich will jetzt aber nicht so böse sein, denn wir brauchen die Jungs ja noch. Also Ray von Tata, Zeit zu antworten. Wir brauchen die Karre, unsere Mission beginnt in wenigen Monaten.

Joe.

By Joe, on August 21, 2009, 8:58 am

Mail aus Indien

Tatamotors antwortet nicht oft oder schnell, dafür aber “mit alle Mann”. Mittlerweile sind über 5 Personen auf dem Verteiler. Der Redelsführer ist der “Head of Coroporate Communication”. Bei den Rebellen wäre das der Typ mit der dicksten Wumme, aber nur mit Platzpatronen. Diese “Corporate Communication Stellen” habe ich noch nie verstanden. Ich glaub die werden immer eingeführt, sobald der Chef den Marketingleiter doof findet oder sie sich ständig wegen Farben streiten. Dann holt der sich so einen Coporate Communication Verantwortlichen, die mögen immer die gleichen Farben wie die Chefs und dann ist Ruhe.

TATAMOTORS Logo

Also bei Tata ist das so ähnlich. Debasis Ray teilt uns mit, dass Tata noch gar nicht weiß, ob der kleine nano je in Deutschland verkauft werden soll. Debasis ist jetzt nicht der Typ, der früher beim Ricksharennen immer gewonnen hat, deswegen versteht er vielleicht auch nicht so ganz unsere Anfrage. Wie auch immer, er hat das jetzt an Mr. Rai und Mr. Nijhawan delegiert. Die beiden (sind im Marketing) sollen überlegen, ob das Projekt “JoeVito fahren mit dem nano durch Afrika” für Tatamotors interessant ist. Während die jetzt überlegen, versuchen wir eine Alternative zu finden, wie wir an das Auto kommen können. Bis jetzt scheint dies die größte Herausforderung zu sein. Mit etwas Glück geniessen wir dann im Busch soviel Respekt bei den Banditen, dass die sich gar nicht trauen uns anzuhalten.

Joe

By Joe, on August 21, 2009, 8:55 am

Babe nennt es Urlaub

ich nenne es die Zeit in der ich nicht bloggen darf. Jetzt ist gerade Urlaub und für mich die erste Gelegenheit unter nahezu realisitischen Bedingungen zu testen, wie man unbemerkt internetfähige Endgeräte transportiert, versteckt und vor allem benutzt. Babe dient an dieser Stelle als Rebellenimitation. Meine erster Schachzug war die Wahl des Hotels, NATÜRLICH ohne Internetzugang (Männer, sowas bringt PUnkte die man später gut brauchen kann…). Das Nachbarhotel hat jedoch einen freien WLAN Zugang der bis in unser Zimmer reicht. So beschäftigt Sie sich mit Lichtschutzfaktoren und ich mich mit der Analyse zur Ausbreitung von Funkwellen.

Greece

Die ersten zwei Tage lief alles wunderbar, 54G am Anschlag. Seit heute morgen kommt keine eingzige griechische Null oder Eins mehr zu mir. Ich glaube der Drecks-Dlink-Router hat meine Synchronzugriffe in die Knie gezwungen. Is ja jetzt blöd, kann ja schlecht rübergehen und sagen “Guten Tag, ich klaue bei Ihnen WLAN, könnten Sie mal den Router resetten?”. Somit war heute der erste Tag totaler digitaler Einsamkeit.

Nun habe ich aber ein neues Spielzeug entdeckt. Finger hoch, wer hat sich schon wirklich mal in Ruhe mit der Fernbedienung für die Hotelzimmerklimaanlage beschäftigt? Ich hatte ja jetzt Zeit. Nach drei Tagen im Hotel sind einem die Arbeitsabläufe bekannt und man weiß, wer wann wo ist. So konnte ich beide Kilmaanlagen genau so per Timer programmieren, dass sie die Zimmer bis zum Anschlag heizten, aber nur bis kurz vor betreten der Zimmermädchen. 5 Minuten vorher sind beide Klimageräte dann wieder in den “Stealth-Modus” gegangen. Das war genial, vor allem bei einer Außemtemperatur von 35 Grad. (Für Fortgeschrittene dann noch die Infrarot LEDs mit Tesafilm zukleben…)

Ansonsten keine besondern Vorkommnisse. PayTV nach gestoppten 3.45 Min gehackt und freigeschaltet. Inselmoped mit gefaktem Führerschein geliehen (yes yes, I know how to drive 150 HP Motorbike) und ansonsten, nix. Warten, langes warten. Der Grieche hat ja ein Ruhepuls von 30, der maximal auf 65 bei totaler Aufregung geht. Ich meine jetzt den Inselgriechen. D.h. bis Georgios merkt, dass sein Dlink-Router nicht geht, bin ich bestimmt schon wieder zuhause. Puh, noch 10 Tage.

Joe (Sonnenbrand)

By Joe, on August 12, 2009, 3:33 pm

Generation Upload

Libanesen, Sudanesen und Ethiopier als “Generation Upload” zu bezeichnen wäre übertreiben. Hab jetzt endlich die perfekte Karte für unsere Routenplanung gefunden. Wir fahren einfach nach Netzabdeckung. Dann haben wir auch keinen Stress mit dem Satellitenmodem und können jederzeit bloggen. Oben rum wirds dann aber leider dünn. Also doch wieder Thuraya-Satellitenmodem mitnehmen, verdammt. (Vito hat nie die Kabel richtig aufgerollt und ich stand dann Abends immer da, nur Knoten, der Herr im Schlafsack und ich total unter Druck wegen Redaktionsschluss…)

Wir haben Netz

Joe

p.s. Braun = Netz. Gelb = Kein Netz.

By Joe, on August 12, 2009, 12:05 pm

JoeVito Pose – Der Schlafsack

Gerettet! In Tanzania soll es Abends ziemlich kalt werden. Bezüglich der Temperaturen sind wir beide kleine Pussies, wir frieren halt schnell. Wir haben jetzt aber eine Lösung gefunden, die die berühmte JoeVito Pose zuläßt und wir im Berg (so sagt man in Bayern) nicht frieren müssen:

JoeVito SchlafsackJoe.

By Joe, on August 12, 2009, 12:02 pm

Equipmentfrage

Jedes Jahr die gleiche Frage. Welche Gadgets nehmen  wir mit. Dieses Jahr ist die Frage jedoch besonders schwer. Auf der einen Seite wollen wir möglichst cool aussehen, aber auf der anderen Seite dürfen wir auf gar keinen Fall auffallen. Dinge wie aktive Satellitentracker und Co können somit nicht auf dem Dach montiert werden, da wir mit dem Zeug sicherlich nicht nur an einem der 14 Grenzübergängen Probleme haben werden, sondern ganz simpel überfallen werden. Da bringt ein SIM Lock auf der GSM Karte auch nix. Der Rebell ist mehr so ein Typ, erstmal nehmen und dann fragen ob das sinnvoll ist.

An dieser Stelle möchte ich mich für alle Klischees über Rebellen entschuldigen, aber dieses Bild haben wir im Moment von euch. Wenn ihr aber lieb seit, dann schreiben wir hier auch nette Sachen. Deal?

Zurück zum Thema. Wir brauchen Gadgets die alles können, aber nach nix aussehen. Ein Beispiel dafür ist der “TuffClip” von Verbatim (Ein USB-Speicher). Das ist übrigens französisch und Vito kann “Verbatim” so aussprechen, als wenn der Franzose wäre. Ich persönlich glaube ja, das Vito so gut Französisch kann wie ich Spanisch, aber wir haben das nunmal in unseren XING Profilen, somit können wir die Sprachen natürlich verhandlungssicher!

Tuffclip

Salut, Joe.

By Joe, on August 11, 2009, 2:45 pm

Marc. Einer von uns

Oft sitze ich hier und denke nach. Seit fast 4 Jahren muss ich mit meinem Bekannten Vito um die Welt fahren. Oft, und das sind die guten Tage, schweigen wir stundenlang im Auto. Manchmal will er aber reden. Ich rede doch schon den ganzen Tag, da will ich wenigstens mal auf unseren Touren nix sagen müssen. Wir haben uns daher eine ein bis maximal drei Silbenkommunikation angewöhnt. Basislaute, mit denen wir locker durch Tag kommen. Eine klassische Gesprächssituation geht wie folgt:

Joe: “Kaffee?”

Vito: “Ja, Mann”

oder wenn wir gut drauf sind:

Joe: “Tanken, Mann?”

Vito: “Ja, Mann. Gut, Mann!”

Warum erzähle ich die ganze Geschichte? Weil heute der Zeitpunkt gekommen ist, an dem wir DANKE sagen wollen. Die ganze Arbeit hat sich verdammt nochmal gelohnt. All die Stunden, in denen Vito schnarcht und behauptet, er schnarche nicht; all die Diskussionen, ob Bushido Kunst oder Kommerz ist, all die vielen Kilometer auf der Straße mit der ständigen Angst, ob die Schlange, die wir gerade überfahren haben evtl. doch noch lebt und im Radkasten auf Rache sinnt.

Wir wollen uns bei Marc bedanken. Marc musste mal bei AOL arbeiten. Heute aber nicht mehr. Heute macht er Audiodoo. Marc ist einer von den Typen, die für einen Meter Kabel gern mal 150 Euro ausgeben. So wie Vito. Vito sagt immer, gute Kabel sind wichtig. Seine Musik klingt aber trotzdem immer nach Fahrstuhl. Ich kenne Marcs Musikgeschmack nicht, aber hoffen wir gemeinsam für ihn, dass er den gepflegten Druck eines Subwoofers zu Beats von Aggro Berlin zu schätzen weiß.

Marc sagte gestern folgendes:0 “Warum können wir nicht (wie) Joe und Vito sein!?” Gibt es ein größeres Kompliment? Ok, er hat für AOL gearbeitet, aber er hat den richtigen Pfad erkannt – und somit möchten wir sagen: “Danke, Marc!”. Und wir möchten sagen: In jedem steckt ein JoeVito, in jedem. Verdammt! Ihr müßt ihn nur rauslassen.

Joe (philosophisch)

P.S. Natürlich gibt es nur ein Orginal! Der, der unser Logo klaut, dessen Adresse stecken wir dem erst besten Rebellen in Afrika zu!

By Joe, on August 11, 2009, 1:38 pm

Rot=Schlecht, Gelb=Gut

Ich hab da mal was vorbereitet. Die rote Route ist die “No Go Route”, die gelbe ist n Klacks. Naja, so ganz n Klacks nicht. Gestern hab ich das Buch gelesen “Mit dem 2CV durch Afrika”. Mir ging es weniger um den Reisebericht als um den Grund, warum jemand ein französisches Auto fährt.

Diese Frage wurde aber nicht so richtig beantwortet. Vito wollte sich auch mal eins kaufen. Das hab ich ihm aber ausgeredet. Jetzt fährt er 3er. Ja, auch peinlich, aber bis ich Vito den Unteschied zwischen 6 und 4 Zylinder erklärt habe, ne, da bin ich einfach ruhig und ertrage die Blicke wenn ich mitfahren muss.

Zurück zum Thema. Hier unsere Route (grob mit Paint gemalt).

Unsere RouteJoe.

By vito, on August 10, 2009, 2:37 pm

Ma grob die Richtung

Eines steht fest. Wir fahren von unten nach oben. Die Details sind noch zu klären. Ursprünglich wollten wir die “Westroute” fahren, d.h. schön links am Wasser lang. Vito hat ja immer Angst das wir verdursten, deswegen dachte ich an eine schöne “Küstenroute”. Nach Studium diverser Reiseführer ist die Westroute jedoch leider zu gefährlich. Nicht das wir die Hosen voll hätten, obwohl, doch. Eigentlich schon. Der Rebell an sich hat grundsätzlich erstmal schlechte Laune. Jetzt nicht so eine schlechte Laune wie Vito morgens, sondern so richtig schlechte Laune. Da ist es dem Rebell auch egal, wenn Sie zwei Blogpromis abknallen. Unter Umständen wissen die nämlich gar nicht wer wir sind.

Auf der anderen Seite, welcher anständige Rebell will schon so eine kleine Karre klauen. Da macht er schön mit dem Maschinengewehr auf dicke Rebellenhose und dann kommt er mit nem TATA nano durch den Busch gefahren.

Rebell mit schlechter Laune

Ja ja, ich höre es schon wieder. Joe macht sich Lustig und unterschätzt die Gefahr. Nein, an dieser Stelle möchte ich auf das Stilelement der Übertreibung verweisen. Bewusste Akzentuierung an einigen Stellen eines Textes kann zu einer wahrgenommenen Verbesserung und zu mehr Lesespass führen.

Was ich eigentlich sagen will, wir haben sowas von die Hosen voll und fahren jetzt rechts hoch, aber auch am Wasser.

GI Joe.